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Sonntag, 05.02.2012

Chiropraktik

Daniel David Palmer

'Chiropraktik' kommt aus dem Griechischen und bedeutet, dass etwas mit den Händen ausgeführt wird. Der Chiropraktiker behandelt und korrigiert mit speziellen Grifftechniken die Stellung von Gelenken der Wirbelsäule, sowie deren Muskulatur.
Diese Behandlungsmethode gab es bereits vor über 2000 Jahren in Ägypten und in Griechenland. Die heutige Chiropraktik basiert im Wesentlichen auf Erkenntnissen des Amerikaners Daniel David Palmer aus dem Jahr 1895.


Der Chiropraktiker ist in den USA ein eigenständiger Beruf (Chiropractor) und die manuelle Wirbelsäulenbehandlung wird dort treffend als 'Adjustment' bezeichnet. Was grob übersetzt 'Wiedereinrichten' oder 'Korrektur' bedeutet.

Zum leichteren Verständnis hier etwas vereinfacht dargestellt, renkt der Chiropraktiker aus der normalen Position geratene Wirbel wieder ein und behebt damit die Ursache von Schmerzen, die auf zwischen fehlgestellten Wirbeln eingeklemmte Nerven zurückzuführen sind.
Dabei wird nicht nur vorrübergehende Schmerzlinderung erreicht. Bei entsprechend häufig erfolgenden 'Adjustments' von Wirbeln unter gleichzeitiger Stärkung der für deren richtige Positionierung verantwortlichen Muskulatur sind durchaus auch langfristig dauerhafte Erfolge erzielbar. Chiropraktik ist somit eine leicht nachvollziehbare Behandlungsform.

Ich selbst kenne den Fall einer Amerikanerin, deren einst stark auffällige Rückgratverkrümmung (sog. 'Buckel') nach etwa 4 Jahren regelmäßiger Adjustments durch den Chiropraktiker Dr. Dayle F. Winebrenner (Longview, Washington) so weit korrigiert werden konnte, dass zumindest im bekleideten Zustand der Patientin keine Anomalie mehr sichtbar war.

In Deutschland wird die Chiropraktik überwiegend von Heilpraktikern ausgeübt. Allerdings befassen sich zunehmend auch Ärzte (Schulmediziner) mit dieser höchst erfolgreichen Behandlungsmethode. Um die Zusatzbezeichnung 'Chiropraktiker' führen zu dürfen, wird der Nachweis einer entsprechenden Ausbildung gefordert. Die meisten Privatkrankenkassen, aber auch einige gesetzliche Krankenkassen übernehmen diese Behandlungskosten.

Rüdiger W. Nitkowski



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