Heilkunde-Aktuell.de

Mittwoch, 10.03.2010




Neuharmonisierung der Lebensenergie mit EFT

Beitrag von Heilpraktikerin Marita Hubert, Berlin

Alte Kulturen, wie z. B. in China und Indien, waren sich der Lebensenergie aller Lebewesen der Schöpfung längst bewusst und bezeichneten sie als „Chi“ oder „Prana“. Selbst aus den Überlieferungen der alten Ägypter, der Indianervölker Amerikas und der Völker im hohen Norden Europas (die alte deutsche Bezeichnung ist „Od“) entnehmen wir entsprechende Beschreibungen.

Von der bei uns seit langer Zeit bekannten Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wissen wir um die Meridiane, die Leitbahnen der durch den ganzen Körper fließenden Lebensenergie. Diese Leitbahnen weisen über die Haut zugängliche Verteilerpunkte auf, an die sich z.B. eine Akupunkturbehandlung richtet. Diese Lebensenergie ist der körpereigenen Betriebsenergie, die über die Nervenbahnen im Organismus verteilt wird, übergeordnet.

Alle Erfahrungen in einem Leben, gute oder schlechte, Bilder, Gerüche, Gefühle, Stimmungen, die ein Geschehnis begleiten, werden als nützliches Lehrmaterial zum Zweck der sicheren Lebensgestaltung und der seelischen Entwicklung in einem kleinen Organ, der Amygdala, in der Tiefe des Gehirns gespeichert und ausgewertet. Sie ist der Ort, wo die Seele und der Körper einander direkt begegnen und von wo aus etwa die Lebensenergie ihren Lauf durch Körper beginnt.

Einschneidende, tragische, Schock auslösende Erlebnisse oder lange anhaltende, auswegslose Lebenssituationen können durch die Wucht ihrer Intensität in die Amygdala „einschlagen“ und im unglücklichen Fall dort ein Fehlprogramm installieren. Der üblicherweise gleichmäßige Energiefluss auf den Leitbahnen (Meridianen) wird dadurch gestört oder gar blockiert. Schmerzhafte Erlebnisse und deren Bilder können sich nun selbständig machen und den Betroffenen förmlich als Geisel halten. In der Folge können Situationen, Menschen, Tiere, Dinge, Gerüche, Geräusche und andere Wahrnehmungen in einer Person Unwohlsein oder gar Panik auslösen ohne vorerst ersichtliche Ursache. Dieses Fehlprogramm kann auch Gedächtnislücken und/oder Verdrängungen aus dem äußeren Bewusstsein hinein ins tiefe Unterbewusstsein bewirken. Die Auswirkungen beeinträchtigen den Energiehaushalt des gesamten Organismus etwa mit anschließend gesundheitlichen Ausfällen aus dem geistig-seelischen her (Ängste, Phobien, Panik, Komplexe) in den körperlichen Bereich (Nerven, einzelne Organe).

Auf den Leitbahnen für die Lebensenergie, den Meridianen, befinden sich auch die Schaltstellen (Akupunkturpunke), über die der Zugang zu diesem Leitsystem möglich ist, wie z.B. durch Akupunktur oder Akupressur. Das Anrühren eines oder mehrerer Punkte auf einem solchen Meridian kann erneut einen Kontakt zur Amygdala knüpfen, wo das Fehlprogramm entstanden ist und auch wieder gelöscht werden kann zugunsten einer sinnvollen Neuprogrammierung.

Schockierende Erfahrungen wie Unfall, Überfall, Geiselnahme, Vergewaltigung, Folter, Zeuge oder Opfer von Kriminalität, erlebte Naturkatastrophen, Verlust eines geliebten Menschen, Tieres, Mobbing, Verfolgung, Missbrauch, Misshandlung, Flucht und Vertreibung, Grausamkeit, fremder Willkür ausgesetzt sein, Demütigung, Missachtung oder Dauerstress können ein solches Fehlprogramm auf den Weg bringen.

Im seelischen Bereich entwickeln sich z.B.:

Wut, Hass, Schuldgefühle, Verlustgefühle, vermindertes Selbstwertgefühl,
Bindungsunfähigkeit, Eifersucht, unbestimmte Angst, Gefühlkälte,
vermindertes Durchhaltevermögen, Panik, Phobien wie Höhenangst, Flugangst, Platzangst, Lampenfieber, Prüfungsangst, Depressionen, ungewöhnliche Verhaltensmuster, Minderwertigkeitsgefühle, innerer Rückzug.

Im körperlichen Bereich können auftreten:

Abmagerung, Gewichtszunahme, Anfälligkeit für Krankheiten, Schwäche des Immunsystems, Rheuma, Magenschmerzen, Schmerzzustände im ganzen Körper, Tics, Konzentrationsschwäche, Stottern, Migräne, Muskelverspannung, Nägelkauen, Bettnässen, Drang zur Selbstverletzung.
Allergien, Schmerzzustände, Nervenschmerzen, Gürtelrose, Migräne, Hörsturz, Ohrgeräusche (Tinnitus).

Dr. Roger Callahan, Psychologe in den USA, kam auf eine natürliche jedoch verblüffend wirkungsvolle Behandlungsmethode, eine Kombination aus Akupunktur, Autogenem Training und anderen Elementen wie NLP. Die maßgeblichen Punkte auf den Meridianen werden hier nicht genadelt sondern lediglich durch leichtes Klopfen stimuliert (ich nenne es Akupulsur).

Gary Craig, ein Schüler Callahans, entwickelte und verfeinerte diese Methode weiter und gab ihr dann die Bezeichnung „Emotional Freedom Techniques“, kurz EFT, was im Deutschen soviel wie „Emotionales Befreiungsverfahren“ heißt. Gary Craig hat außerdem ein umfangreiches Lehrprogramm dieser Methode gestaltet, welches bereits auf allen Erdteilen unserer Welt verbreitet und in Funktion ist.

Die Heilerfolge durch EFT sind eindeutig beeindruckend. Die Behandlung beschränkt sich auf erstaunlich wenige Sitzungen.

Weltweit gibt es z. Zt. ungefähr zwölftausend Behandler, die über die Anlaufstelle Gary Craig in USA in ständigem Erfahrungsaustausch stehen, wodurch sich das schon vorhandene Wissen dynamisiert.

Bücher über EFT



Autorin

Verfasserin dieses Beitrags

Marita Hubert, Heilpraktikerin in 10625 Berlin