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Donnerstag, 11.03.2010




Durch Ausleitung den Körper entgiften

Sinn einer Ausleitung bzw. Entgiftung
Die Ausleitung von ungesunden Stoffen aus dem Körper ist ein zentraler Aspekt bei vielen naturheilkundlichen Behandlungskonzepten. Schon zu Zeiten vor Christus wurden in der traditionellen Medizin ausleitende Methoden eingesetzt. So gab es beispielsweise Techniken zur Steigerung der Schweißabsonderung (Ableitung über die Haut), Harntreibende Therapien (Ausleitung über Niere/ Blase) oder Blutentziehende Therapien.

Umwelteinflüsse und unsere Lebensgewohnheiten haben sich inzwischen stark verändert. Eine stark angestiegene Durchsetzung von Böden, Wasser, Luft und Nahrung mit synthetischen Stoffen (z. B. Unkraut- oder Insektenvertilgungsmittel) führt dazu, dass wir jeden Tag mit einer Vielzahl körperfremder (unphysiologischer) Stoffe in Kontakt kommen. Nicht zu vergessen sind dabei Substanzen, die in Gebrauchsartikeln unseres täglichen Lebens enthalten sind (Duftstoffe, Konservierungsmittel, Desinfektionsmittel etc.).

Auch individuelle Lebensumstände spielen eine Rolle. So haben ein regelmäßiger Konsum von Genussgiften (z.B. Nikotin, Alkohol, Kaffee) aber auch ein übermäßiger Verzehr von Süßigkeiten, Fett und Fleisch einen ungünstigen Effekt auf den Stoffwechsel. Im Laufe unseres Lebens werden all diese Stoffe über Atmung, Hautkontakt oder Nahrung vom Körper aufgenommen und im Gewebe eingelagert.
Die Folge ist eine zunehmende Belastung der Gewebe, eine Bildung von Mülldeponien. Dies führt zu einer ansteigenden Übersäuerung der Gewebe sowie einer vermehrten Einlagerung von Schadstoffen, so genannten Schlacken. Bevorzugte Orte im Körper sind vor allem das lockere Bindegewebe, später dann Gelenke und Organe. Als Konsequenz daraus werden die Körperstoffwechsel in ihrer Funktion beeinträchtigt und wichtige Lebensfunktionen wie beispielsweise die Abwehrleistung geschwächt.
Eine Entgiftung bzw. Ausleitung steht immer in Zusammenhang mit der Regulation des Säure-Basen-Haushalts und bildet die Basis einer jeden Regulationsbehandlung. Ohne eine gründliche Entgiftung und Entsäuerung zu Beginn können mit den besten naturheilkundlichen Methoden nur unzureichende Erfolge erzielt werden, insbesondere bei chronischen Erkrankungen.

Mögliche Symptome einer Verschlackung oder Übersäuerung

  • unreine Haut
  • starkes Schwitzen, starke Gerüche von Körperausscheidungen
  • ständige Erschöpfung
  • allergische Erkrankungen
  • chronische Gelenk- und Muskelschmerzen
  • schlecht heilende Wunden
  • dauerhafte hohe Infektanfälligkeit
  • chronischer Juckreiz
  • Metallgeschmack, Zahnfleischverfärbungen
  • rheumatische Erkrankungen
  • Knochenerkrankungen wie Osteoporose und Arthrose
  • Krankheiten des Verdauungstrakts (z.B. Durchfall, Verstopfung, Reizdarmsyndrom)
  • Schlafstörungen, Depression
  • Pilzerkrankungen
  • Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Akne

    Die natürlichen Ausleitsysteme des Körpers
    Zur Entsorgung von ungesunden oder toxischen Substanzen besitzt der menschliche Körper von Natur aus spezielle Entgiftungs- bzw. Ausleitungsorgane. Dazu gehören u.a. das Leber-Galle System, das Lymphsystem, die Nieren, das Magen-Darm-System und die Haut. Im gesunden Zustand ist der Körper so in der Lage, sich selbst zu reinigen. Im Rahmen einer Ausleitungs- bzw. Entgiftungstherapie werden diese Organe in ihrer Funktion gestärkt und dazu angeregt, vermehrt zu entgiften. Dies unterstützt die Fähigkeit des Körpers zur Selbstregulierung.

    Nachweis von Belastungen im Körper
    Gezielte Fragen hinsichtlich Lebens-/ Ernährungsgewohnheiten und beruflicher Tätigkeit geben einen ersten Aufschluss hinsichtlich möglicher Grundbelastungen. Mittels Diagnoseverfahren wie z.B. Bioresonanz, kinesiologische Austestung, sowie Laboruntersuchungen ist es möglich, Belastungen genauer festzustellen. Um eine mögliche Übersäuerung zu diagnostizieren, wird das Vorhandensein spezifischer Symptome überprüft. Zusätzlich werden Parameter wie Urin-PH, Stuhl-PH und ggf. Blut-PH hinzugezogen.

    Entgiftungsmöglichkeiten und unterstützende Maßnahmen
    In der Praxis hat es sich bewährt, eine Ausleitungstherapie über 6 Wochen durchzuführen. Die Dauer richtet sich nach dem physiologischen Zellauf- und -abbau von ca. 30 Tagen. Zur Ausleitung verwenden wir gerne die Produkte von Pflüger (Derivatio H Tbl., Lactopurum Tr. mit zusätzlichen i.m.-Injektionen und Organquaddeln) oder von Spenglersan (Entoxin Set). Je nach Symptomatik und festgestellten Belastungen können zusätzlich einzelne Stoffe über Nosoden ausgeleitet, oder bestehende alte Infektionsherde mit den Joalis-Produkten nach Dr. Jonas beseitigt werden. Als unterstützende Maßnahmen eignen sich beispielsweise

  • Basische Ernährung während der Entgiftung mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr
  • In 2-wöchentlichem Rhythmus ein Basenbad in Kombination mit einem Basendrink
  • Regelmäßiges Schröpfen der Organzonen
  • Gezielte Zufuhr von Nahrungsergänzung je nach Symptomatik und Mangel-Test
  • Saunagänge


  • Veränderungen nach einer Entgiftung
    Unsere Patienten berichten von folgenden Veränderungen nach der ersten Grundentgiftung:
  • Der Körper fühlt sich angenehm leicht und gereinigt an
  • Mehr Kraft und Energie
  • Die Sinne sind ausgeprägter (Farben, Gerüche u. Geschmack werden intensiver empfunden)
  • Blähungen sind vermindert bis nicht mehr vorhanden
  • Nahungsunverträglichkeiten sind vermindert bis nicht mehr vorhanden
  • Magen-/ Darmsymptome sind vermindert bis nicht mehr vorhanden
  • Gewichtsverlust


  • Als positiven Nebeneffekt einer Grundentgiftung sehe ich, dass Patienten ihr Bewusstsein erweitern hinsichtlich Ernährung (was führe ich mir zu) und Lebensweise (wie gehe ich mit mir um) und diese neuen Erkenntnisse oft nachhaltig in ihr Leben integrieren können.

    Oft reicht eine Grundentgiftung aus, um Magen-/Darm Probleme zu beseitigen. Dies ist abhängig von der Schwere der Symptome. Manchmal ist eine zusätzliche Darmregulierung erforderlich.

    Weiterführende Literatur

    Entschlackung, Entsäuerung, Entgiftung: Das Praxisbuch zur Körperreinigung
    (Otfried D. Weise)

    Moderne Praxis bewährter Regulationstherapien (Oliver Ploss)

    Autorin

    Anke Zeitz, Heilpraktikerin
    Autorin des Buchs Mut zur Heilung, neue Wege gehen