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Praxisfall: Brustkrebs
Mut machen!

Mehr als nur ein interessanter Fall...

Im Juli 2003 lernte ich die damals 62-jährige, sehr nette und liebenswerte Patientin Frau F. kennen. Sie berichtete mir folgendes:

Im März 2003 hatte sie in der rechten Brust einen Knoten entdeckt, schmerzlos, derb, schlecht verschieblich. Die Tumormarker waren erhöht; die Biopsie im Juni ergab die Diagnose "Invasiv ductales Mamma-Ca G1".

Den Tränen nahe, berichtete sie mir, der behandelnde Arzt habe ihr wörtlich mitgeteilt: "Der Knoten ist bösartig. Sie haben Brustkrebs. Der muß sofort operiert werden. Da macht man zack und zack..." dabei habe er mit der Handkante einen senkrechten und einen waagrechten OP-Schnitt über der Brust angedeutet - "...anschließend Bestrahlungen und Chemo." Während er die Klinikseinweisung ausfüllte, habe er fröhlich eine kleine Melodie gepfiffen.

Frau F. konsultierte einen zweiten Arzt. Der bestätigte die Dringlichkeit und drängte ebenfalls zur sofortigen OP. "Das Geschwür kann aufbrechen und stinkt dann entsetzlich," mahnte er. "Wollen Sie in vier Wochen tot sein?"

Die Patientin empfand dies als Drohung und fühlte sich massiv unter Druck gesetzt, zumal keiner der Ärzte einen Zweifel daran ließ, daß "Stahl, Strahl und Chemo" die einzigen Behandlungsmöglichkeiten waren.

Bei unserer ersten Begegnung machte sie keinen Hehl daraus, daß sie Angst hatte und sich unsicher fühlte. Eine leichte depressive Verstimmung war ihr anzumerken. Aber sie war fest entschlossen, die Krankheit zu besiegen - ohne Operation, ohne Chemotherapie und Bestrahlung, und fragte mich nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten.
Anamnestisch relevant waren eine Pneumonie als Vierjährige, ein allergisches Asthma vor 20 Jahren als Reaktion auf Holzschutzmittel, Allergie gegen Katzenhaare, ein leichter Herzklappen- fehler sowie Neigung zu Obstipation. Frau F. ist kinderlos, Nichtraucherin, trinkt selten Alkohol, hat nie Sport betrieben. Bei 1,63 m Körpergröße ist sie mit 48 kg untergewichtig; sie habe jedoch immer unter 50 kg gewogen und fühle sich wohl dabei.

Körperliche Untersuchung: Guter Allgemeinzustand, Untergewicht, Herz: verlängerte Systole und gespaltener 2. Herzton, Lunge und Bronchien frei, Abdomen weich, Peristaltik lebhaft, Nierenlager nicht klopfschmerzhaft, orientierende orthopädische Untersuchung o.B., RR 175/100 (offensichtlich streßbedingt, da spätere Messungen normale RR-Befunde zeigten). Die Untersuchung der Mammae zeigte beidseits ein leicht derbes Brustdrüsengewebe und einen deutlich tastbaren, erbsgroßen, harten, schmerzlosen Knoten im rechten oberen Quadranten der rechten Brust. Die Lymphknoten waren unauffällig.

Das Labor zeigte völlig normale Werte, insbesondere ein gesundes rotes Blutbild, unauffälliges Differential-Blutbild, sowie CEA und CA 15-3 im Normbereich, beides Tumormarker speziell für Mamma-Ca, BSG (Blutsenkung) ebenfalls okay. In mehreren eingehenden Gesprächen informierte ich Frau F. über alternative bzw. ergänzende Behandlungsmöglichkeiten. Ich machte allerdings zur Bedingung, daß sie einen Frauenarzt finden müsse, der diesen Therapieansatz zumindest toleriert und schulmedizinische Maßnahmen ergreifen könne, sobald es Probleme gäbe.

Nebenbei: Sie suchte mehrere Gynäkologen auf - keiner war zur Mitarbeit bereit. Keiner hörte ihr auch nur zu, jeder wollte sie sofort in die Klinik schicken. Was Frau F. mit diversen Ärzten erlebte und welche Unverschämtheiten sie sich gefallen lassen mußte, würde ein Buch füllen.

Wir entschlossen uns zu einer Kombination aus Vitamin C als Hochdosis-Infusionen plus Misteltherapie per Subcutan-Injektionen und begannen am 14.7.2003 mit der Behandlung. Bis zum 5. September 2003 erhielt die Patientin dreimal pro Woche je 15 g Vit. C (Pascoe) in 250 ml NaCl per Infusion, parallel dazu dreimal wöchentlich je 2 Amp. Cefalektin sc.
Danach wurden die Infusionen auf zweimal wöchentlich reduziert, statt Cefalektin nun JUV 110 dreimal wöchentlich 1-2 Amp. subcutan. Parallel bekam Frau F. vom ersten Behandlungstag an Thuja Splx Tr. (Pascoe) 3 x 15 / Tag sowie Flenin Tr. (Schuck), ebenfalls 3 x 15 / Tag, außerdem Ortho-Expert zur Substitution von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.
Die sc-Injektionen verabreichte Frau F. sich nach kurzer "Einarbeitungszeit" problemlos selbst.


Mitte August - nach vierwöchiger Behandlung - meinte Frau F., der Knoten habe sich verändert, sie könne es gar nicht recht glauben. Meine Kontrolluntersuchung ergab, daß sich der Knoten tatsächlich verkleinert hatte, flacher und weicher geworden war. Die Patientin strahlte; ich war skeptisch - das ging mir zu schnell, und ich versuchte, Frau F.'s Begeisterung ein wenig zu dämpfen. Ab Mitte September war der Knoten zeitweise verschwunden. An manchen Tagen konnte man ihn gar nicht mehr tasten, an anderen Tagen noch ansatzweise. Wir setzten die Behandlung trotzdem fort. Die Patienten lebte sichtlich auf, von depressiver Verstimmung keine Spur mehr. Die Laborergebnisse am 09. Oktober waren ohne pathologischen Befund, insbesondere die Tumormarker zeigten sich unauffällig, die BSG im Normbereich.

Am 21. Oktober 2003 mußte die Patientin mit ihrem Lebensgefährten für einige Wochen verreisen. Sie war nun auf die sc-Injektionen und die orale Medikation angewiesen. Mitte Dezember meldete sie sich zurück, glücklich und ausgeglichen: Der Knoten war nur noch sporadisch tastbar. Die Laboruntersuchung bestätigte es: Keine pathologischen Befunde, Tumormarker im grünen Bereich. Im Jahr 2004 suchte Frau F. im Abstand von mehreren Monaten zwei Gynäkologen auf, denen sie nichts von dem Knoten und der damit verbundenen Geschichte erzählte. Beide untersuchten Frau F., insbesondere deren Brust, ohne einen pathologischen Befund zu erheben. Der Knoten ist seit September 2004 definitiv verschwunden.

Mehrere Laborkontrollen im Lauf des Jahres 2004 und 2005 zeigten stets das gleiche, unauffällige Bild: Alle Werte sind im grünen Bereich. Frau F. berichtet regelmäßig, wie es ihr geht, nämlich rundum gut. Sie nimmt sporadisch Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine ein, ernährt sich (nach wie vor) ausgewogen und genießt das Leben.

Ich möchte mit diesem Bericht drei Aspekte deutlich machen:

Erstens: Ich bin immer wieder bestürzt, entsetzt, fassungslos, wie manche Schulmediziner mit ihren Patienten umspringen. Nicht nur, daß den Kranken Angst eingejagt wird unter der Prämisse "Wenn du dich nicht von mir behandeln läßt, wirst du bald elend sterben - du hast gar keine andere Chance". Solche - offenen oder subtilen - Drohungen sind grausam und unmenschlich.
Viele meiner Patienten berichten von ähnlichen Erfahrungen, wie Frau F. sie gemacht hat, nämlich daß Ärzte mit ihnen auf entwürdigende, diskriminierende Art und Weise umgegangen seien und jeden Respekt und jede Achtung vor dem Patienten vermissen lassen.

Zweitens: Bei einem Krebsgeschehen müssen nach meiner Erfahrung in den allermeisten Fällen keine überstürzten Entscheidungen getroffen werden. Patienten sollten sich in aller Ruhe sowohl über die Erkrankung als auch über mögliche Behandlungsformen informieren und erst dann entscheiden, ob und wie sie sich behandeln lassen wollen.

Und drittens möchte ich Patienten und Kollegen Mut machen, alternative Heilverfahren einzusetzen. Vitamin C, Mistel und Co sind gewiß kein Allheilmittel und schon gar keine Wunderdrogen. Aber der geschilderte Fall zeigt, daß es möglich ist, mit alternativen Behandlungsmethoden sehr effektiv und wirksam therapieren zu können - nicht nur kausal, sondern auch hinsichtlich der Lebensqualität.

Die Patientin hat mich ausdrücklich darum gebeten, ihren Fall an die Öffentlichkeit zu bringen.

Monika Weber, Heilpraktikerin


Über die Autorin dieses Beitrags:
Frau Monika Weber ist seit 1989 als Heilpraktikerin tätig.
Vielen Kollegen und Kolleginnen kennen sie durch ihre Vorträge und Seminare bei Thalamus, den Freien Heilpraktikern, sowie FDH und UDH