Cannabis ist kein modernes Phänomen der Medizin. Schon vor Jahrhunderten nutzten Heilkundige die Pflanze zur Behandlung von Schmerzen, Entzündungen oder Schlafproblemen. In China wurde Hanf bereits um 2700 v. Chr. in medizinischen Schriften erwähnt und auch im alten Ägypten wurde die Pflanze gegen unterschiedliche Beschwerden eingesetzt.
Bis ins 20. Jahrhundert gehörte Cannabis in Europa zu den anerkannten Mitteln in der Apotheke. Das war, bevor Hanf aufgrund rechtlicher Einschränkungen fast vollständig aus dem medizinischen Alltag verschwand. Erst in den vergangenen Jahren gibt es eine Renaissance – nun eingebettet in strenge Regularien.
Zugang und Bestellung von medizinischem Cannabis
Heute ist Cannabis ein verschreibungspflichtiges Medikament. Erhältlich ist es nur nach ärztlicher Verordnung und wenn andere Therapien keine ausreichende Wirkung zeigen. Die Abgabe erfolgt über spezialisierte Apotheken, zunehmend auch online. Digitale Plattformen erleichtern die Bestellung, indem sie Rezeptprüfung, Beratung und Lieferung miteinander verbinden.
Cannabis bestellen hat geringe Hürden und bedeutet für chronisch Kranke eine deutliche Erleichterung im Alltag. Wege zur Vor-Ort-Apotheke entfallen und die Versorgung ist zuverlässig und sicher. Wichtig ist jedoch, dass der Bezug ausschließlich über zugelassene Apotheken und unter ärztlicher Aufsicht erfolgt, um Sicherheit und Wirksamkeit zu gewährleisten.
Medizinische Einsatzgebiete
Die Forschung arbeitet daran, die Wirkungsweise zu entschlüsseln und somit die Anwendungsgebiete zu bestätigen. Es gibt unterschiedliche Erkrankungen, in denen Cannabispräparate ihren therapeutischen Nutzen entfalten können. Dazu zählt die große Gruppe der chronischen Schmerzen. Aber auch bei Menschen mit Multipler Sklerose oder Epilepsie sowie im Rahmen einer Chemotherapie im Rahmen einer Krebsbehandlung kann der unterstützende Einsatz helfen.
Neben THC, das schmerzlindernd und muskelentspannend wirken kann, spielt auch CBD eine wichtige Rolle. Es gilt als entzündungshemmend und angstlösend, ohne die psychoaktiven Eigenschaften von THC zu besitzen. In der Palliativmedizin wird Cannabis eingesetzt, um die Lebensqualität zu verbessern, wenn andere Optionen ausgeschöpft sind.
Chancen und Risiken im Alltag
So vielversprechend die Wirkung ist, so wichtig bleibt ein kritischer Umgang. Cannabis kann Müdigkeit, Konzentrationsstörungen oder Schwindel verursachen. Diese Nebenwirkungen sind gerade im Alltag von Bedeutung. Außerdem sind mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu beachten. Daher gilt in der ärztlichen Praxis: „Start low, go slow“. Eine Behandlung beginnt mit einer geringen Dosis und wird schrittweise angepasst. Wirkung und Verträglichkeit müssen sorgfältig beobachtet und auf die Therapie abgestimmt werden.
Zukunft der Cannabistherapie
Die medizinische Nutzung von Cannabis ist ein dynamisches Feld, in dem sich Tradition, moderne Forschung und digitale Innovationen verbinden. Mit einer fortschreitenden Forschung eröffnen sich neue Perspektiven. Klinische Studien prüfen die Wirksamkeit bei Erkrankungen wie Angststörungen, entzündlichen Darmerkrankungen oder Migräne. Parallel entwickelt sich der Markt für standardisierte Präparate weiter. In diesen Studien fließen auch die Gefahren von Langzeitfolgen ein. Welchen Einfluss hat der längere Gebrauch von THC auf die kognitiven Fähigkeiten, ist eine der Kernfragen, die geklärt werden müssen.